Yanagida vertraglich in Bühl gebunden

05.06.2018

Die Volleyball Bisons Bühl rechnen auch in 2018/19 mit Masahiro Yanagida, so Geschäftsführer Manohar Faupel: „Wir freuen uns, dass wir einen der erfolgreichsten Angreifer in der Liga für zwei Saisons verpflichtet haben. Jetzt möchten ihn europäische Clubs gerne unter Vertrag nehmen.“ Jedoch besteht kein Zweifel, dass der Japaner fest an Bühl gebunden ist. Lediglich die vertragliche Transferklausel könnte Yanagida und seinem Management eine andere europäische Liga eröffnen. Die Bisons sehen auf Grund der uninteressanten Angebote keinen Anlass, davon Gebrauch zu machen. Vielmehr planen sie den japanischen Sympathieträger fest im Mannschaftskader ein.

News zu Masahiro Yanagida: „Wir haben einen gültigen Zweijahresvertrag mit Yanagida. Es liegt keinerlei Kündigung oder Anzeige eines Vereinswechsels vor. Wir planen, dass Yanagida spätestens Oktober zur Mannschaft stoßen wird.“ so Geschäftsführer Manohar Faupel.
Er tritt damit auch Wechselgerüchten entgegen, die sich durch einen bisher unbeteiligten Vermittler ergeben hätten. „Letztlich schadet dies nur Yanagidas Image und seiner sportlichen Karriere.“

Besonders die Drohung, Yanagida mit Gewalt aus Bühl zu holen, hat für deutliche Missstimmungen um das japanischen Ausnahmetalent herum gesorgt. „Nehmt die Hälfte der vertraglichen Transfer-Summe, ich kriege den Spieler in jedem Fall über meine FIVB-Kanäle, obwohl er in Bühl verpflichtet ist.“ Diesen Satz habe der Spielervermittler geäußert und darauf könne es vom Club-Management nur eine Antwort geben: „Er kann sein Geld behalten, denn Masa wird in Bühl spielen.“ Denn mit solchen Methoden würde keiner dem Spieler helfen und das Verhältnis zwischen Club und japanischem Management sei bisher exzellent gewesen. Für den Club ist die japanische Mentalität Garant für diese Geschäftsbeziehung: Ein unterschriebener Vertrag sei in Japan eine gesellschaftliche Verpflichtung und eine Frage der Ehre zugleich. Sein gegebenes Wort zu brechen, käme daher einem sehr großen Gesichtsverlust gleich. „Wir wissen natürlich nicht, ob das japanische Management vom Vermittler immer richtig informiert wird.“ hinterfragt Faupel die Strategie des Agenten.

Gerüchte, Masahiro Yanagida habe in Polen bereits unterschrieben, kann der badische Club indes nicht bestätigen. „Es gibt seriöse Spielervermittler und andere, welche die Spieler in gefährliche Situationen bringen. Es wäre ein klarer Rechtsbruch von Yanagida, wenn er bei einem weiteren Club unterschrieben hätte, der erste gültige Vertrag liegt ja in Bühl.“ Faupel präzisiert, dass der FIVB Transfer-Verantwortliche umgehend über diesen Sachverhalt informiert wurde und die FIVB den Weg für eine Klage vor dem Sportgericht vorbereitet hat. Zusätzlich haben sich die Bisons an VBL-Präsidenten Michael Evers gewendet, der seine direkten Kontakte zum polnischen Verband nutze.

Für Yanagida und den japanischen Volleyball-Verband ist dies eine sehr unangenehme Situation: „Ich habe in Bühl viel gelernt und bin dem gesamten Team sehr dankbar. Ich verstehe die Position von Bühl vollkommen und möchte eine professionelle Lösung.“ wird Yanagida zitiert. Trotz seiner explosiven Dynamik auf dem Spielfeld bleibt er abseits des Courts diplomatisch.„Der japanische Verband möchte, dass ich mich in einer starken europäischen Liga weiter entwickle. Ich muss spielen, aber es darf für Bühl kein Schaden entstehen.“

Diese fair play Einstellung würde sich Faupel auch vom Spielervermittler wünschen, über den „Hunter Masa“ kann er nur Positives sagen: „In der letzten Saison war die Geschichte von Masahiro Yanagida in Bühl und für die Bundesliga eine einzige Erfolgsstory. Er hat Großartiges geleistet und wir möchten mit ihm diese besondere Geschichte in freundschaftlicher Weise weiterschreiben.“

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