Vorbericht Auswärtsspiel Playoffs VfB Friedrichshafen - Volleyball Bisons Bühl

28.03.2018

Bisons entspannt gegen Bodensee-Ungeheuer. Auf die Frage, was vom PO-Spiel gegen die Übermannschaft VfB Friedrichshafen zu erwarten sei, gibt es nur eine Antwort: "Nichts, wir werden alles in die Waagschale werfen. Alles andere ergibt sich."

Die Bisons sehen das nicht als Fatalismus oder gar Resignation. Im Gegenteil, man wolle sich nicht so sehr damit beschäftigen, welche Erwartungen an das junge Team herangetragen werden. Vielmehr müsse man sich auf die eigenen Stärken fokussieren, mutig spielen und gleichzeitig die Fehlerquote reduzieren, gibt Headcoach Ruben Wolochin die Devise für die beginnende Playoffs-Phase vor. Damit ist die Aufgabe für das erste Spiel der "Best of 3"-Serie der Bühler am Bodensee bestens beschrieben. Und lässt vermuten, dass es nahezu die Quadratur eines Kreises darstellt.

23,62 Jahre bei den Bisons, 26,62 Jahre bei Friedrichshafen. Das klingt nicht nach einem großen Altersunterschied. Der Teufel steckt im Detail und im direkten Vergleich: Simon Tischer, einer der besten europäischen Zuspieler mit 36 Jahren und unglaublich viel Erfahrung gegen den 20jährigen Youngster Mario Schmidgall in seinem ersten Bundesligajahr im Volleyball-Oberhaus. Bühls Libero Tomas Ruiz ist mit 26 Jahren schon fast ein Papa im Team, dagegen stehen aber die beiden Abwehr-Experten Thilo Späth-Westerholt (31) und Patrick Steuerwald (29). 35 Spiele in Folge gewonnen, kein Spiel in der Bundesliga, im Supercup, in der Pokalrunde und in der Champions League verloren. "Die Liste lässt sich beliebig weiterführen. Deswegen macht es keinen Sinn, sich mit den Häflern vergleichen zu wollen." zieht Geschäftsführer Manohar Faupel ein nüchternes Fazit. Viel eher habe man den Bisons an die Hand gegeben, mit Spielwitz zu agieren, ein hohes Risiko einzugehen und den nächsten Schritt zu gehen. Einen mehr, als man dies im Pokalfinale getan hatte: Dort waren die beiden Sätze 1 und 3 sehr ansehnlich, mit etwas mehr Präzision und Geschick wäre eventuell ein Satz für die Zwetschgenstädter drin gewesen.

Dieser eine Satz, das wäre schon ein großer Erfolg, findet auch Team-Manager David Molnar. "Für das Team und unsere Fans, das wäre einfach ein tolles Erlebnis." Die Übermannschaft vom Bodensee wolle man zumindest in der nun vierten und fünften Begegnung in dieser Saison nochmals ärgern. Alles andere wäre eine Riesen-Sensation.

Zumindest kann Wolochin auf einen vollständigen Kader zurückgreifen. Auch dies ein Grund, warum der Argentinier am vergangenen Samstag die zweite Sechs in Berlin hatte auflaufen lassen, die sich durchaus achtbar gegen den Vorjahresmeister BR Volleys schlug, aber das erwartete 0:3 nicht verhindern konnte. Mit Mayaula, Pettersson, Kruzhkov, Balster und Yanagida will Wolochin zumindest die Möglichkeiten zum Powerplay nutzen. Dabei ruhen die Hoffnungen vor allem auf "Hunter Masa", der im Pokalfinale gegen Friedrichshafen 13 Punkte machte. Wenn dazu noch die Diagonale und die Mitte ihr Scherflein beitragen, dann könnte der so sehnsüchtig erwartete erste Satzgewinn gegen die Häfler drin sein.

Direkt nach dem Spiel geht es wieder ins Badische zurück, es bleiben dann nur zwei Tage Zeit, bevor schon das Rückspiel im Bühler Hexenkessel am Ostersamstag um 18:00 Uhr angepfiffen wird. In der Tat, dieses Jahr liefert der Osterhase die richtig dicken Eier ab und das in kürzester Zeit hintereinander.

Das erste Spiel der "Best of 3"-Serie kann am Mittwoch 28.03.2018 auf www.sportdeutschland.tv verfolgt werden. Spielbeginn ist 20:00 Uhr.

Karten für das PO-Heimspiel am Ostersamstag 18:00 Uhr gibt es wie immer bei Ticketmaster (www.ticketmaster.de), bei der Vorverkaufsstelle Bürgerhaus Neuer Markt in Bühl und an der Tageskasse ab 16:45 Uhr.

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