Vergebliches Aufbäumen gegen stark aufspielende Herrschinger

26.02.2017

Gesichter der Enttäuschung bei den Bisons des TV Ingersoll Bühl nach dem 3:0 in Herrsching (27:25; 25:15; 35:33). Auch die rund 20 angereisten Fans der Baden Rockets konnten da nicht wirklich Trost spenden. Sie sahen packende Spielszenen, aber leider fehlte in Satz 1 und 3 dann die Glücksfee auf Seiten der Bisons.

Es war das von allen erwartete und in der Herrschinger Halle dann lautstark angekündigte heiße Duell um den begehrten sechsten Platz für den direkten Einzug in die Playoffs. Keine der beiden Mannschaften will den Umweg über die Extrarunde (PrePlayoffs) machen, daher war die Ausgangslage sehr klar: wer das Spiel dominiert und gewinnt, zieht sehr wahrscheinlich direkt in die Playoffs ein.

Die Bisons begannen den Eröffnungssatz sehr stark, führten im ersten Drittel sogar deutlich, verloren dann aber den roten Faden und Herrsching wurde immer stärker. In einem spannenden Finish und nach 28 Minuten zogen die Bisons dann den Kürzeren mit 27:25.

Der zweite Durchgang war gekennzeichnet von Unsicherheit bei den Schwarzwald-Bisons und war entsprechend schnell nach 23 Minuten und mit nur 15 Zählern auf Seiten der Bühler zu Ende. Damit war klar, dass nur noch eine Standpauke in der Kabine das Spiel wenden konnte. Trainer Ruben Wolochin nutzte daher die zehnminütige Pause, um seiner Mannschaft klarzumachen, was zu tun sei.

Das war im letzten Satz dann auch deutlich erkennbar. Beide Mannschaften konnten sich nicht absetzen und lieferten sich sensationelle Ballwechsel. Bis 24:24 wogte das Spiel hin und her, dann hatten die Bisons den Einstand hergestellt und waren für die crunch time bereit. Jedoch konnten beide Teams die mehrfachen Gelegenheiten zum Matchball nicht verwandeln. Fast einen Extrasatz mehr, nämlich ganze 20 Punkte, brauchte es bis zur Entscheidung und die Zuschauer beider Seiten wurden von Hoch nach Tief gejagt, es war ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach einem letzten Angriff der Herrschinger und bei 35:33 war der Kampf vorbei: nach 39 Minuten blieb den Bisons nur noch die Enttäuschung über die nicht erreichten, wichtigen Punkte um die Playoffs. Herrschings Halle hingegen stand Kopf und feierte sein Team frenetisch für dessen Sieg. MVP wurde unser Nr. 10 Juan Finoli.

Bartosz Kaczmarek von Bühl kann sich heute nur bei den Fans bedanken, die sich an der Seitenlinie vergebens bemüht hatten und ihr Team immer wieder ins Spiel zurück geklatscht hatten:

„Zunächst möchte ich den mitgereisten Fans ein GROSSES DANKESCHÖN für die tolle Unterstützung aussprechen. Dann muss ich leider sagen, dass wir wirklich sehr traurig sind, dass wir dieses sehr wichtige Spiel verloren haben, auch wenn wir gekämpft und unser Bestes gegeben haben. Die Sätze 1 und 3 waren sehr eng und wir so so so nahe dran, den entscheidenden Punkt zu machen und sie beide zu gewinnen. Trotzdem geben wir nicht auf und werden bis zum Ende der Hauptrunde kämpfen. Morgen starten wir mit den Vorbereitungen für DAS Spiel gegen Düren und werden uns für einen Sieg auf dem Feld zerreißen!“

Wir sagen mit Bartosz zusammen: „Noch ist Polen nicht verloren“, es gibt keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken! Was wir brauchen, ist eine rappelvolle Halle am Sonntag (Spielbeginn 14:30 Uhr), jeden Fan und jede Zuschauerin, damit unsere Bisons die SWD Powervolleys Düren in die Knie zwingen können. Alles andere entscheiden dann für die Bisons die Mannschaften Herrsching und Solingen im zeitgleichen Fernduell.

Karten wie immer bei www.ticketmaster.de, im Bürgerhaus Neuer Markt in Bühl und natürlich sonntags ab 13:30 Uhr an der Tageskasse.

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