Personalnot: Bisons verlieren gegen Düren 0:3

07.03.2017

Die Volleyballer des TV Ingersoll Bühl haben die Bundesliga-Hauptrunde mit einer Niederlage beendet und gehen als Tabellensiebter in die am Mittwoch beginnenden Pre-Playoffs. Schwerer noch als die gestrige 03 (18:25. 20:25. 19:25)-Schlappe gegen den Tabellenvierten Düren wog die Verletzung von Angreifer Felix Orthmann, der Anfang des zweiten Satzes umknickte und für den Rest der Saison auszufallen droht.

Für Bühl geht es nun bereits am Mittwoch um 20 Uhr mit dem ersten Spiel der Pre-Playoffs weiter. Gegner in heimischer Halle ist Aufsteiger Solingen. Gegen die Klingenstädter soll der Einzug in die Playoffs der besten acht Mannschaften doch noch gelingen. Nötig sind hierzu zwei Siege in maximal drei Spielen.

Bühls Trainer Ruben Wolochin ging gestern gegen Düren von Anfang an kein Risiko ein und schonte auch im letzten Spiel der Hauptrunde seine angeschlagenen Stammspieler Juan Finoli und llya Zhilin. Bühl begann somit erneut mit Kristen Cléro als Zuspieler, Felix Orthmann vertrat Zhilin auf Außen/Annahme, zudem erhielt Tim Stöhr auf der Liberoposition erneut den Vorzug vor Bartosz Kaczmarek. Außerdem blieb Magloire Mayaula ohne Einsatzzeiten.

Entsprechend klar waren die Rollen schon vor Spielbeginn verteilt, hinzu kam, dass Düren dann auch noch mit dem Aufschlag deutlich mehr Druck entwickeln konnte als die Gastgeber. Während die Bisons durch das gesamte Spiel mit Problemen in der Annahme zu kämpfen hatten und Cléro häufig weite Wege gehen musste, hatte Gästezuspieler Jani Sippola wenig Mühe, sein variables Spiel aufzuziehen. Immer wieder narrte der Finne den Bühler Block, der im gesamten Spiel nur auf magere drei Punkte kam. Die Bühler Blockschwäche wurde durch Orthmanns Ausfall dann noch verstärkt, denn ab dem 7:6 im zweiten Satz spielte der etatmäßige Libero Kaczmarek auf Außen und stellte am Netz für die Gäste kein wirkliches Hindernis dar.

Unter den gegebenen Vorzeichen zogen sich die Bisons sogar noch halbwegs achtbar aus der Affäre. Letztlich war gegen die Angriffswucht der Gäste um den 2,10 Meter langen Ex-Bühler Marvin Prolingheuer nicht wirklich ein Kraut gewachsen. Auch weil Düren mit Nationalspieler Tim Broshog und Michael Andrei über zwei kompromisslose Mittellocker verfügte. die die Bühler Angriffsbemühungen empfindlich dämpften.

„Wir sind mit unserem Personal im Moment sehr limitiert“, sah sich Wolochin unter den gegebenen Umständen nicht in der Lage, das Spiel seines Teams zu analysieren. Am Mittwoch gegen Solingen werde es sehr schwer, allerdings hoffe er, wenigstens Zhilin einsetzen zu können.
(win) 

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