Masahiro Yanagida wird in Japan am Flughafen empfangen!

26.04.2018

Direkt bei seiner Ankunft am Flughafen Narita in Japan gab Masahiro Yanagida die ersten Interviews zu seiner Rückkehr nach Japan. Der Kapitän der Bisons ist seit einigen Tagen zusammen mit der japanischen Nationalmannschaft im Trainingslager für die kommenden internationalen Wettkämpfe. Hier findet ihr das Interview im Originalen: https://vbnext.com/2018/04/15/柳田将洋 Wir haben für euch das Interview aus dem japanischen übersetzen lassen.

Masahiro Yanagida kommt aus Deutschland zurück!

Masahiro Yanagida, der beim TV Bühl in der Bundesliga aktiv war, kam am Montagmorgen über Warschau am Flughafen Narita, Tokyo, an. Er ist zum ersten Mal seit 4 Monaten wieder in Japan. Am Terminal 1 im Flughafen begrüßten ihn zahlreiche Medienvertreter der Presse und vom Fernsehen, Yanagida beantwortete 15 Minuten lang Fragen der Journalisten.
Was haben Sie in der Bundesliga gelernt?
Yanagida: Ich hatte mehr Ballkontakte und Spielanteile, als dies in meiner bisherigen Mannschaft (Suntory Sunbirds). Damit stieg der Anspruch, den Ball in verschiedenen Situationen sauber anzunehmen, das steigerte zusätzlich meine Motivation im Training. Ich würde gerne so in der Nationalmannschaft weitermachen.

Ist die Annahme auch der Schlüssel für die japanische Nationalmannschaft?
Yanagida: Ja. Ich denke, dass eine gute Annahme notwendig ist, um ein wichtiger Spieler im Team zu sein. Ich möchte mich darauf vorbereiten, den Ball auch dann sauber anzunehmen, selbst wenn es gegen die besten Aufschlagspieler der Welt geht.

Bei den Aufschlag-Punkten lagen Sie an der Spitze der Rangliste. Empfinden Sie das als ein Erfolgserlebnis?
Yanagida: Im Ausland sind Ergebnisse wichtig, die sich durch Zahlen beweisen lassen. Ich bin mir bewusst, dass ich nach Zahlen wie in diesem Ranking beurteilt werde. Ich denke, dass ich gute Ergebnisse erzielen konnte.

Was hat Sie in Deutschland gefordert?
Yanagida: Zu Beginn hatte ich die meisten Probleme mit der Kommunikation. Die Dinge, die ich machen wollte, und auch die Reaktion anderer Personen auf mich und mein Verhalten waren anders, als ich es aus Japan gewohnt war. Aber als die Sprachprobleme gelöst waren, konnte ich in meinem eigenen Rhythmus das machen, was ich wollte. Ich denke, dass ich in der zweiten Hälfte der Saison ein routiniertes Leben führen konnte.

Wie haben Sie die Sprachbarriere überwunden?
Yanagida: Um ehrlich zu sein, denke ich nicht, dass ich es geschafft habe. Meine Teamkollegen und der Trainer haben mich immer unterstützt. Meine Kollegen waren freundlich und unser Trainer hat mir geduldig die Details in einfachen Worten erklärt. Ich habe mich an das Englisch gewöhnt, so war es in Ordnung, aber am Anfang war ihre Unterstützung wirklich sehr hilfreich.

Was denken Sie, wie Sie sich entwickelt haben?
Yanagida: In Japan hatte ich noch nie gegen so große Gegner gespielt. Als ich japanischer Nationalspieler wurde und gegen eine ausländische Mannschaft spielte, erlebte ich zum ersten Mal die Größe der Weltklasse-Spieler. Bis zu meinem Engagement in Bühl gab es viele Aspekte, die in den Spielen der japanischen V-League nicht so wichtig sind. Diese habe ich erst in der Saison in Deutschland kennengelernt. Ich habe in dieser Saison in der Bundesliga weiter gegen große Spieler gespielt. Sogar im Training spielte ich mit großen Spielern und hatte viele Möglichkeiten, die gleichen Situationen wie im Spiel zu üben. Nicht nur der starke Angriff oder ein harter Aufschlag haben meinem Spielstil geprägt. Ich hoffe, dass ich das, was ich in Deutschland gelernt habe, für meine Aufgaben in der Nationalmannschaft nutzen kann.

Was hat sich für Sie geändert - bevor Sie nach Deutschland gingen und danach?
Yanagida: Ich denke, dass ich meine Selbstständigkeit verbessern konnte. Ich habe gemerkt, wie ich in Japan umsorgt war.
Ich hatte am Anfang eine harte Zeit, aber ich habe die Saison gemeistert. Daher denke ich, dass sich meine Fähigkeiten zur Selbstständigkeit verbessert haben. Ich denke, dass die Nationalmannschaft davon profitieren wird. Ich hoffe, dass ich

besser spielen kann, indem ich meine Erfahrungen, die ich gewonnen habe, voll einbringe.

Hatten Sie Zeit zum Entspannen und Genießen in Deutschland?
Yanagida: Bühl ist wunderschön und ich konnte mich bei einem Spaziergang durch die Stadt immer wieder erholen. Ich konnte in einem für mich neuen Land leben und es hat viel Spaß gemacht.

Was haben Sie nach den Playoffs gemacht?
Yanagida: Meine Teamkollegen haben mich mitgenommen, um ein Champions League-Spiel anzuschauen, es war in Friedrichshafen gegen Zaksa Kêdzierzyn-KoŸle. Ich wollte eigentlich früher nach Japan zurückkehren und zur Nationalmannschaft dazu stoßen, aber aufgrund der Umstände im Team bin ich erst heute nach Japan zurückgekehrt.

Sind Sie mit Yuki Ishikawa, der im Ausland spielt, in Verbindung geblieben?
Yanagida: Nicht nur mit Ishikawa, sondern auch mit Otake und Koga war ich regelmäßig in Kontakt. Also eigentlich mit allen Spielern, die aktuell in Europa spielen. Wir wissen nicht, ob wir in der nächsten Saison in der gleichen Mannschaft oder in einem anderen Team spielen werden. Da wir daran interessiert sind, haben wir kurz über die nächste Saison gesprochen.

Haben Sie sich schon für eine neue Mannschaft in der nächsten Saison entschieden?
Yanagida: Noch nicht. Ich denke, dass es am besten ist, zu einem Team zu gehören, das mich mehr fordert und weiter entwickeln kann. In Anbetracht verschiedener Punkte möchte ich mich nach dem Gespräch mit dem Agenten entscheiden.

Wollen Sie im Inland oder in Übersee spielen?
Yanagida: Ich kann langsam Englisch verstehen und möchte Volleyball in verschiedenen Umgebungen ausprobieren. Also würde ich gerne nochmals im Ausland spielen, wenn es möglich wäre. Als Profi möchte ich auf einem höheren Niveau mit einem stärkeren Verein spielen. Ich möchte nicht mit der jetzigen Situation zufrieden sein, sondern immer mehr dazu lernen.

In diesem Jahr wurden Sie wieder Kapitän der Nationalmannschaft, wann haben Sie das gehört?
Yanagida: Ich erinnere mich nicht mehr an das genaue Datum. Trainer Nakagaichi kam nach Deutschland und informierte mich persönlich darüber. Ich bin immer ich selbst und möchte ein sehr guter Kapitän sein. Ich werde mein Bestes geben.

Hatten Sie eine Reaktion von jemandem auf Ihre Nominierung?
Yanagida: Es gab bisher keine Reaktion von Teamkollegen (lacht). Meine Freunde haben mehr reagiert. Deshalb denke ich, dass ich die Erwartungen erfüllt habe.

Wann werden Sie zum Team dazustoßen? *
Yanagida: Das Datum wird bekannt gegeben. Ich wurde zum Kapitän ernannt, also möchte ich mich so schnell wie möglich dem Team anschließen. Die Nations League wird bald beginnen, also würde ich gerne anfangen zu trainieren und mich gut vorbereiten.

* Nachdem das Interview am Narita Airport vorbei war, verkündete JVA, dass Yanagida „am 18.April offiziell zur Nationalmannschaft in Satsuma Kawauchi City dazu kommen wird".

Bitte lassen Sie uns Ihre Wünsche als Kapitän wissen.
Yanagida: Vom Standpunkt dieser Saison aus betrachtet, denke ich, dass ich immer als Mittelpunkt des Teams agieren werde. Da ich nun der mittleren Generation des Teams angehöre, möchte ich eine gute Kommunikation zwischen den älteren und jüngeren Spieler herstellen. Und ich würde gerne besser als in der letzten Saison spielen.

Was ist das Bild des Kapitäns der japanischen Nationalmannschaft?
Yanagida: Ich habe den Eindruck, dass Persönlichkeiten wie Shimizu oder Fukatsu, welche die Mannschaft in der Vergangenheit angeführt haben, für mich ein Vorbild sein können. Deshalb werde ich die Mannschaft auch so anführen.

Nationaltrainer Nakagaichi hat das Ziel, bei der Weltmeisterschaft unter die besten 8 zu kommen, welches Ziel haben Sie als Kapitän?
Yanagida: Ich werde zum ersten Mal an einer Weltmeisterschaft teilnehmen. Es ist ein enger Zeitplan und ich weiß noch nicht, welches die 8 besten sind. Ich denke aber immer, dass es wichtig ist, jedes Spiel zu gewinnen. Ich hoffe, dass wir unter die besten 8 kommen oder besser sein werden.

Wie möchten Sie die Erfahrung in Deutschland nutzen?
Yanagida: Die Erfahrung gegen große Spieler zu spielen und die Erfahrungen einsetzen die ich als Kapitän in Deutschland gesammelt habe.

Die Olympischen Spiele 2020 in Tokio stehen vor der Tür.…
Yanagida: Ja, es kommt jeden Tag ein Stück näher. Wie immer sind für uns zunächst die Ergebnisse für dieses Jahr wichtig. Ich würde gerne ein solides Ergebnis bei den Weltmeisterschaften erzielen und ich möchte auch die Erfahrungen nutzen, die ich in den letzten Jahren gesammelt habe.

(Übersetzung: Yumi Suzuki-Seebacher)

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