Bühl unterliegt 0:3 nach großem Kampf

05.02.2018

Der Formanstieg der Volleyball Bisons Bühl hält an, doch gegen einen bärenstarken VfB Friedrichshafen scheint derzeit aber kein Kraut gewachsen.

Auch in der Bühler Großsporthalle leistete sich der Rekordmeister keine Schwächen und machte das Spiel gegen aufopferungsvoll kämpfende Gastgeber zu einer klaren Angelegenheit. Bei der (19:25, 21:25, 24:26)-Niederlage gelang es den Bisons nicht oft genug, den sehr stabilen Annahmeriegel des Rekordmeisters in Verlegenheit zu bringen und entsprechend selten gelang es dem Bühler Block sich wirkungsvoll dem Angriffswirbel der Gäste entgegen zu stellen.

Die rund 1.200 Zuschauer in der Bühler Großsporthalle sahen von Anfang an zwei hoch konzentrierte Mannschaften, die in der Feldabwehr keinen Ball verloren gaben und sich im Angriff kaum Fehler leisteten. Bis zum 12:12 im ersten Satz sah es sehr gut aus für die Hausherren, ehe es dem großen Favoriten doch gelang, sich langsam aber sicher abzusetzen und den Satz am Ende klar zu gewinnen.

Bühl ließ sich vom Satzverlust aber nicht beeindrucken und legte im zweiten Durchgang sogar noch eine Schippe drauf. In der Feldabwehr wurden immer häufiger spektakulär die Bälle geholt und Bühl gelang es mehrfach, lange Ballwechsel für sich zu entscheiden und so sahen die Zuschauer eine packende Partie, in der die Bisons sich sogar leicht auf 7:5 absetzen konnten. Friedrichshafen aber blieb kühl, nutzte einige Unkonzentriertheiten der Gastgeber, gepaart mit etwas Glück bei einem Aufschlag zu vier Punkten in Folge und einer zwischenzeitlichen 9:7-Führung. Bühl ließ aber nicht locker, in der Abwehr wurden weiterhin spektakulär die Bälle geholt, doch Friedrichshafen ließ eine erfolgreiche Aufholjagd einfach nicht zu.

"Bühl hat gut gespielt", lobte nach Spielende auch Gästetrainer Vital Heynen die Gastgeber. "Wir mussten bis zum Ende dagegen halten", spielte er vor allem auf den dritten Satz an, in dem die Gastgeber nochmals eine Schippe drauflegten. In einer nun absolut ausgeglichenen Partie gaben ganz am Ende des Satzes mit häufig wechselnder Führung Kleinigkeiten den Ausschlag.
"Da hat Friedrichshafen einige Situationen besser gelöst", trauerte Bühls Trainer Ruben Wolochin einem durchaus möglichen Satzgewinn nach, war aber ziemlich sehr zufrieden. "Wir waren nicht so schlecht", untertrieb er bei der Einschätzung der eignen Leistung fast schon ein bisschen, um sofort eine Kampfansage nach zu schieben. "Bis zum Pokalfinale sind es noch vier Wochen und wir haben durchaus noch Luft nach oben."
Ähnlich sah es auch Heynen. "Die Geschichte des Finales ist noch nicht geschrieben. Bühl war heute dicht dran und wenn wir nicht stabil geblieben wären, hätte es durchaus kippen können." Genau darauf setzt Wolochin, wenn er von seinen Jungs fordert, mit dem Aufschlag noch mehr Druck zu machen. "Dann sieht es auch im Block besser aus." Nur ein Blockpunkt in drei Sätzen machte am Ende den Unterschied. (win)

Die Bisons gaben trotz Häfler-Powerplay nie auf und begeisterten Fans durch mannschaftliche Leistung Bildrechte: Lucas Martin Photography

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