Bisons wollen Tabellenführer VfB ärgern

03.11.2017

Friedrichshafen, Giesen, Rottenburg und zu Hause gegen Solingen: Der Tourneeplan der Bisons ist mit vier Terminen im November gespickt. Der herbstliche Reigen wird am Samstag am Bodensee eröffnet. Und gleich nächsten Mittwoch geht es zum Pokalspiel nach Giesen bei Hannover, bevor das Team drei Tage später zum Derby ins schwäbische Rottenburg reist. Erst am 18.November spielen die Bisons gegen die Bergische Volleys Solingen wieder vor heimischem Publikum.

Team-Manager David Molnar sieht das Samstagsspiel gegen den aktuellen Tabellenführer ganz nüchtern: „Wie gegen Frankfurt und die AlpenVolleys wird es ein sehr schweres Spiel, denn Friedrichshafen ist mit dem Supercup-Sieg gegen Berlin bestens gestartet und hat sich mit drei Siegen in der Bundesliga ganz vorne etabliert.“ Dennoch erwarte er von den Bisons, dass sie sich weiter steigern: „In den ersten drei Spielen haben wir uns kontinuierlich entwickelt. Die Annahme im Spiel gegen die Netzhoppers war gut und Mario Schmidgall hat seine Mitspieler entsprechend einsetzen können. Das wird natürlich gegen die abgezockten Häfler deutlich schwieriger, denn da stehen einige hochkarätige Spieler auf der anderen Seite. Andererseits wollen wir aber über die Diagonalposition und vor allem wieder über Außen das Spiel beeinflussen.“

Auch Headcoach Ruben Wolochin erwartet nicht unbedingt, was Zählbares mitzunehmen, fordert jedoch, dass die Mannschaft konzentriert in das Spiel startet. „Ich bin immer positiv, trotzdem sprechen wir gegen Friedrichshafen nicht über Punkte. Stattdessen müssen wir unser Spiel aufziehen und von Anfang an fokussiert sein. Vor allem brauchen wir keine Angst zu haben, denn die Favoritenrolle liegt klar beim Gegner. Daher sollten wir die Gelegenheit nutzen, wie letzte Woche ruhig zu bleiben und die Sätze bis zum Ende konsequent spielen. Dann ergibt sich für uns sicherlich die Chance für die eine oder andere Überraschung.“

In der Mitte können die Bisons wieder auf Magloire Mayaula zählen. Der Kongolese ist nach seinem kurzfristigen Engagement in der Nationalmannschaft wieder aus Afrika zurück. Seine Mannschaft unterlag im Viertelfinale des African Nations Cup dem Rivalen Algerien mit 0:3, Turniersieger wurde am Sonntag dann Tunesien.
Für Wolochin ist die dreifache Option in der Mitte mit Goralik, Mayaula und David Pettersson essentiell: „Wir wussten, dass wir in Innsbruck und gegen die Netzhoppers keine Wechseloptionen hatten. Aber Yannick hat als Youngster seine Aufgabe gut gelöst und konnte wertvolle Erfahrungen sammeln.“ Dennoch möchte Wolochin Goralik nicht überfordern und erhofft sich von dessen Teamkollegen Mayaula mehr Durchschlagskraft in der Mitte.

Mit Spannung sieht auch Geschäftsführer Manohar Faupel die Begegnung am Wochenende: „Ich wünsche mir, dass die Mannschaft die Konsequenz und die Ruhe wie am letzten Samstag zeigt. Es hat mir sehr gut gefallen, dass das Team auch in den engen Phasen nicht eingebrochen ist. Wenn wir darüber hinaus mit der Spielfreude und der notwendigen Unbekümmertheit gegen ein Topteam wie Friedrichshafen antreten, dann wird das ein gutes Spiel. Wir wollen uns teuer verkaufen, nicht mehr und nicht weniger erwarten wir. Als eines der jüngsten Teams in der Liga sind wir noch in der Lernphase. Die Entwicklung ist positiv und das Spiel morgen wird uns weiter nach vorne bringen.“

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