Bisons treten gegen KW Kängurus an

26.10.2017

Auch am dritten Spieltag wird es für die Bisons kaum leichter werden: Mit den Netzhoppers SolWo Königspark KW aus Königs-Wusterhausen kommt ein weiterer unangenehmer Gegner in den Bühler Hexenkessel.

Dass die Mannschaft aus dem Speckgürtel um Berlin nicht nur das Känguru im Wappen, sondern auch „im Tank“ hat, stellte das Team um Trainer Mirko Culic gleich von Saisonbeginn an unter Beweis.
Die Netzhoppers starteten Mitte Oktober mit einem 3:2 Auswärtssieg gegen den TV Rottenburg und zeigten in der vergangenen Woche eine sehr respektable Leistung gegen den vielfachen Meister vom Bodensee. Mit 1:3 verlor KW das Spiel zu Hause, bot aber mit 24:26 im ersten Satz den heimischen Zuschauern echten Nervenkitzel. Den dritten Satz musste Friedrichshafen dann gar zu 25:23 den Hausherren überlassen.

Trainer Ruben Wolochin ist daher gewarnt: „Es wird ein schwieriges Spiel gegen KW. Vieles hängt davon ab, ob unser junges Team von Anfang an gut starten kann. Wir haben letzte Woche gegen die AlpenVolleys in Teilen eine gute Leistung gezeigt. Jedoch ist es uns noch nicht gelungen, alle erforderlichen Spielelemente zu einem Ganzen zusammen zu setzen.“ Wolochin bezieht sich hierbei insbesondere auf den ersten (25:19) und dritten Satz (23:25) des Spiels in Innsbruck, welches die AlpenVolleys mit 3:1 gewannen.
Starke 16 Punkte aus eigenem Angriff konnten die Bisons im ersten Durchgang für sich verbuchen. Dieser Leistung standen aber 14 Eigenfehler im Aufschlag und in der Annahme gegenüber.
Im dritten Satz startete Bison Corbin Balster gleich mit einer furiosen Aufschlagserie und zwang die AlpenVolleys mit einem sensationellen 1:8 in die erste technische Auszeit. Im Anschluss gestaltete sich das Spiel ausgewogener: Die Hausherren kämpften sich bis 23:23 zurück und gaben den Satz schließlich mit 23:25 an die Bisons ab.
Für Wolochin eine positive Tendenz: „Gegen eine sehr erfahrene Champions League Mannschaft diesen Satz noch zu gewinnen, das zeigt, dass es unserem Team nicht an Motivation und Willen fehlt. Aber wir müssen weiter geduldig bleiben und die Mannschaft in ihrer Entwicklung begleiten.“

Ebenfalls keinen Druck aufbauen will Geschäftsführer Manohar Faupel: „Ich kann unsere Fans verstehen, die ihre Mannschaft gleich von Anfang an dominanter auf dem Spielfeld sehen wollen. Andererseits muss man auch akzeptieren, dass ein fast komplett neues Team mit vielen jungen Spielern noch Zeit benötigt, um unter echten Bedingungen auf dem Spielfeld zu agieren. Vor allem die Abstimmung der Angreifer und Zuspieler untereinander lässt sich nicht per Knopfdruck erzwingen.“
Team-Manager David Molnar ergänzt: „Das Training ist sehr gut, alle arbeiten sehr konzentriert. Aber aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es eine Sache ist, im Training die Leistung abzurufen. Im Spiel, mit dem Publikum drumherum und in live, das müssen unsere Bisons ebenfalls lernen. Wir brauchen die Unterstützung des Publikums auch in Phasen, wo die Mannschaft hinten liegt.“

Dennoch sind die Bisons optimistisch, am Wochenende zum ersten Mal etwas Zählbares aus dem Spiel mitzunehmen. „Wir haben es ein Stück weit selbst in der Hand, wenn wir unverkrampft starten, dann ist es eine offene Angelegenheit.“ so Ruben Wolochin. Und David Molnar resümiert: „Es wird auch ein Schlagabtausch zwischen Björn Andrae auf der Seite der Netzhoppers und Masahiro Yanagida bei den Bisons. Beide Spieler werden entscheidend auf das Spiel einwirken.“

Tickets für das Spiel am Samstag gibt es online bei www.ticketmaster.de, im Bürgerhaus Neuer Markt in Bühl (Öffnungszeiten siehe http://www.buergerhaus-buehl.de/de/) und an der Abendkasse ab 18:30 Uhr.

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