Bisons-Neuzugänge unterstreichen lokale Identität

15.05.2018

Stolze 7 Bühler aus der letzten Saison spielen auch 2018/19 für die Zwetschgenstadt. Wolochin und das Management fügen dieser ungewöhnlich hohen Quote einen weiteren (Ex-)Bühler hinzu. Bison Akhrorjon Sobirov is back in town, der usbekische Sympathieträger war 2016/17 bester Mittelblocker der Liga und soll am Netz die bekannten Lücken schließen. Mit Stefan Thiel im Zuspiel setzt Bühls Headcoach auf ein weiteres, junges deutsches Talent vom Aufsteiger und neuen Ligagegner Giesen Hildesheim. Und eine weitere Kirsche auf der (Schwarzwälder) Torte hat das Management zu vermelden: Zuspieler Philipp Oster bleibt der Bühler Herren II in der Oberliga erhalten und nutzt sein freies Jahr zwischen Abitur und Studium, um den Bisons-Kader zu verstärken.

Stefan Thiel ist 185cm groß, 20 Jahre alt und kommt vom TuS Kriftel, er wird im Bisons-Team neben Mario Schmidgall auf der Zuspieler-Position agieren. Mit 10 Jahren kam Thiel zum Volleyball, bevor er 2013 von Kriftel zum Volleyballinternat Frankfurt wechselte. Weitere Stationen auf seinem Weg waren die United Volleys Rhein Main, der VCO Berlin und in 2016/17 die Helios Grizzlys Giesen. Mit den Grizzlys schaffte Thiel in der vergangenen Saison der Aufstieg in das Oberhaus: Als erster Zuspieler hatte er großen Anteil an diesem Erfolg und konnte satte 8 GOLD MVP Auszeichnungen einfahren.
Der sympathische Hesse freut sich auf die künftigen Spiele mit seinen bisherigen Vereinskollegen, jetzt aber auf der anderen Seite des Netzes. Thiel ist begeistert, gemeinsam mit den Bisons auf Punktejagd zu gehen: "Ich habe mich für Bühl entschieden, weil die Bisons ein etablierter Bundesliga-Club mit einem sehr professionellen Umfeld sind. Hier möchte ich in den kommenden beiden Jahren die nächsten Schritte in meiner Entwicklung gehen“. Headcoach Wolochin: "Mir gefällt  Stefans Durchsetzungsfähigkeit, er wird viel Power ins Team bringen. Er arbeitet hart für seine Ziele, hat sich kontinuierlich weiter entwickelt und in Giesen das Team in die erste Liga geführt." Auch Achim Kammerer und Manohar Faupel zeigen sich mehr als zufrieden: "Zusammen mit Mario haben wir nun zwei junge deutsche Wilde auf der zentralen Position. Beide Spieler haben einen unterschiedlichen Stil, das kann unser Team nur bereichern." Gesellschafter Stefan Zachmann und Rudi Leonhardt sehen sich ebenfalls in ihren Vorstellungen bestätigt: "Wir werden immer interessante ausländische Spieler in Bühl haben, das macht uns als Club dauerhaft interessant, keine Frage. Jetzt stellen aber bereits 6 deutsche Spieler den Großteil des Kaders, das ist wichtig für unsere lokale Identität und Fankultur. Und es kommen mehr und mehr interessante junge Spieler aus deutschen Vereinen in der ersten Liga an, für uns ist das ein sehr positives Zeichen."
Der 27jährige Usbeke Akhrorjon Sobirov kam 2016/17 nach Bühl und avancierte direkt vom no name zum besten Blocker der Liga. Seine 2,09m Körpergröße und die "Kraken-Arrme" machten ihn beim gegnerischen Angreifer gefürchtet, seine Aufschläge wirbelten wiederholt die Annahme des Gegners durcheinander. Bekannt ist der sympathische  Usbeke auch für seine charakteristischen Runden, die er nach jedem Punkt auf dem Spielfeld absolviert. "Die Fans werden ihn sofort wieder in ihre Herzen schließen, er war der Sympathieträger des damaligen Teams." freut sich Fanclub-Vorsitzender Dieter Habich. Ruben Wolochin schätzt an dem Mittelblocker seine stille wie gleichsam hart arbeitende Mentalität: "Akhror ist unglaublich fokussiert, er hat sehr viel für seine Entwicklung in Bühl geleistet und ist ein echter Teamplayer. Ich erwarte mir, dass er von Anfang an seine Entwicklung der letzten beiden Saisons unter Beweis stellt. Er kennt bereits unser Spielsystem und kann unsere Blockqualität verbessern. Und mit seinen Aufschlägen erzeugt er sehr viel Druck."
Sobirov spielte in der letzten Saison wieder für Almaty, Kasachstan. Für ihn sei es wichtig, nochmals einen Anlauf zu machen, um im europäischen Volleyball Fuß zu fassen. "Mir hat es in Bühl sehr gut gefallen, ich hätte bleiben sollen. Jetzt freue ich mich, wieder mit den Bisons anzugreifen. Ich rechne mit einer erfolgreichen Saison in Bühl." Joachim Stolz, Finanzchef des TV Bühl, zeigt sich sehr zufrieden, mit Sobirov einen weiteren Bühler im Kader zu haben. "Er ist nicht nur sehr ehrgeizig, sondern auch ein unglaublich sympathischer Mensch. Wenn er seine Leistung von Anfang an abrufen kann und sich noch weiter steigert, dann werden wir wieder sehr viel Freude mit ihm haben."
Erst 18 Jahre alt, in ein paar Wochen das Abitur in der Tasche und dann ein Jahr Pause. Für Zuspieler Philipp Oster keine schlechte Ausgangslage, um sich in den nächsten 12 Monaten weiter auf das Thema "Volleyball" zu konzentrieren. Ein wichtiges Signal nicht nur für die Abteilung Volleyball, denn dort ist Oster der zentrale Spieler der Oberliga-Mannschaft. Er und Diagonalangreifer Robin Stolle werden das Rückgrat des sich erneuernden Teams bilden. Zusätzlich zum Herren II-Training möchte Oster die freie Zeit nutzen, um verstärkt mit den Bisons zu trainieren. "Ich möchte arbeiten, um mein eigenes Geld zu verdienen. Aber ich bin jetzt wesentlich flexibler und kann auch vormittags bzw. nachmittags mit trainieren." Er wolle das Jahr nutzen, um sich Gedanken zu machen, ob und wie er berufliche Ausbildung bzw. Studium mit der Bundesliga kombinieren könne. Wolochin freut sich sehr über die Entscheidung von Oster, der bereits in der letzten Saison bei den Bisons aushalf: "Philipp wird weiter mit uns daran arbeiten, um ein Bundesliga-Spieler zu werden, Seine Entscheidung macht mich sehr glücklich, denn ich denke, es ist wichtig, dass er nicht das Ziel aus den Augen verliert, weiter Profispieler zu werden." Achim Kammerer freut sich nicht nur für die Bundesliga: "Philipp ist ein sehr ehrgeiziger und für die Abteilung relevanter Spieler. In der Bundesliga kann er noch viel lernen und und sich bei uns sehr gut entwickeln."

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