Auf Hilfe anderer angewiesen: Bühler Volleyballer noch mit theoretischer Chance auf direkte Playoff-Qualifikation

05.03.2017

Die Bisons können in der Theorie noch direkt die Playoffs erreichen. Dazu braucht es einen Heimsieg gegen Düren und zusätzlich Schützenhilfe durch Solingen in Herrsching. Lästige Pflicht, letzte Chance, doch noch direkt die Playoffs zu erreichen oder womöglich sogar Stolperfalle. Am letzten Spieltag der Hauptrunde in der Volleyballbundesliga geht es für die Spieler des TV Ingersoll Bühl am Sonntag (14:30 Uhr) gegen Düren vor allem darum, das heimische Publikum nochmals zu verwöhnen.

Der Blick auf die Tabelle bringt ernüchternde Klarheit. Am Ende einer Saison mit vielen Verletzungsproblemen können die Bisons aus eigener Kraft die direkten Playoffsplätze nicht mehr erobern, vielmehr droht sogar der Absturz auf Rang acht, den derzeit noch die Netzhoppers aus Königs Wusterhausen einnehmen. Die Brandenburger stehen zwar beim Auswärtsspiel gegen Rhein-Main vor einer schier unüberwindiichen Hürde, da aber die Rüsselsheimer am letzten Spieltag der Hauptrunde sich weder nach unten noch oben verändern können und zudem am Donnerstag noch im Europapokal gefordert wurden, könnte durchaus sein, dass Rhein-Main-Trainer Michael Warm die Rotationsmaschine anwirft.

Bühls Trainer Ruben Wolochin verschwendet jedoch keinen Gedanken an das, was in anderen Hallen passieren könnte. „Zu Hause wollen wir immer gewinnen“. lässt er keinen Zweifel an der Motivation aufkommen. Kopfschmerzen bereiten ihm eher weiterhin die diversen Verletzungen, die seine Spieler derzeit plagen. „Ich weiß nicht. ob die verletzten Spieler bis Sonntag alle fit werden, deshalb werden wir wohl wieder so beginnen, wie zuletzt in Herrsching und in den Spielen davor.“

Das bedeutet weiterhin mit Diagonalspieler Felix Orthmann auf Annahme/Außen und mit Tim Stöhr als Libero. Damit sind Wolochins taktische Möglichkeiten erneut stark begrenzt, dem Russen llya Zhilin bleibt zunächst wohl nur die Aufgabe als Notnagel in der Annahme. Große Risiken kann Wolochin nicht eingehen, denn bereits Mitte nächster Woche geht es höchstwahrscheinlich mit den Pre-Playoffs in die wichtigste Phase dieser Saison. Viel Zeit zur Regeneration zwischen den Spielen gibt es demnach nicht.

Das sieht auch Team-Manager David Molnar so. Für den der Kampf um die direkten Playoffsplätze im Prinzip ebenfalls verloren ist. „Theoretisch haben wir noch eine Chance“. sagt er zwar, doch wichtiger ist, wie sich die Mannschaft vor eigenem Publikum präsentiert. „Wir gehen mit dem Publikum als siebten Mann auf das Feld, das gibt uns etwas mehr Energie." Aus Dürens Kader gilt es vor allem Marvin Prolingheuer zu beachten. „Wir kennen ihn sehr gut und wissen, wenn er einen guten Tag erwischt, dann wird es sehr schwer für uns." Die Mannschaft sei aber mental gut auf das Spiel eingestellt, so dass es durchaus zu einem Sieg reichen dürfte. „Die Chancen sind da.“

Für Düren geht es nach den Niederlagen gegen Berlin und in Frankfurt darum, sich positiv in die Playoffs zu verabschieden. Zumal Trainer Tommi Tiilikainen nochmals alles einfordert. Es sei ärgerlich gewesen, dass man Frankfurt zwar in Bedrängnis brachte, die Chancen nicht nutzte. Wobei es vor allem die einfachen Fehler seines Teams waren, die den Finnen ärgerten. Man sei zwar auf dem richtigen Weg, doch seien noch ein paar Prozent mehr nötig, um auch die Spitzenteams richtig ärgern zu können, sagte Tiilikainen, der Düren zu Saisonbeginn übernommen und inzwischen seinen Vertrag bis 2019 verlängert hat.

Das alles klingt nicht danach. als würde man das Spiel in Bühl auf die leichte Schulter nehmen. Die Bühler Fans dürfen sich einmal mehr auf ein echtes Spektakel freuen. (win) Darum und mit Blick auf die Tabelle zählen alle Zuschauer/innen und Fans. Mit diesen im Rücken wollen die Bisons am morgigen Sonntag ab 14:30 Uhr die wichtigen Punkte holen! Karten gibt es noch an der "Abendkasse" ab 13:30 Uhr. (Win)

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