"Hörnerwetzen": Bisons erwarten Solingen

17.11.2017

Das "Hörnerwetzen" ist fester Bestandteil der alemannischen Fasnet in Isny im Allgäu. Derweil wetzen auch die Bisons fleißig ihre Hörner: gegen die Bergische Volleys will man keine Punkte liegen lassen.

Einen Grund sich zurück zu lehnen, den sah Headcoach Ruben Wolochin nach dem Sieg in Rottenburg nicht: "Wir haben im November noch zwei wichtige Spiele vor uns. Gegen Solingen wollen wir gewinnen." Druck möchte Wolochin mit dieser Aussage nicht machen: Er und die Bisons wissen, dass die Bergische Volleys nicht schlecht sind, selbst wenn die Tabelle dies vermuten lässt. "Individuell haben sie gute Spieler, doch ihr Kader ist sehr klein." so die Einschätzung des Argentiniers. Die Annahme, dass auf dem Transfermarkt noch nachgelegt wird, liegt daher nicht so fern.

Dennoch, bei allem gesunden Respekt vor der Mannschaft von Chefcoach Johan Isacsson, die Bisons haben keinen Grund sich zu verstecken. "Ich denke, dass Solingen seine Messer gewetzt hat, nichts anderes erwarte ich von der Messer-Hauptstadt Deutschlands. Wir wollen aber wieder druckvoll starten und unseren Gegner nicht ins Spiel kommen lassen." gibt Geschäftsführer Manohar Faupel die Richtung vor. Und Druck im Angriff, der kommt erfreulicher Weise über immer mehr Positionen.

Die bessere Abstimmung zwischen Zuspieler Schmidgall und Diagonalspieler Kruzhkov war in Rottenburg deutlich spürbar: der 23jährige Russe machte 16 Punkte und zog mit seinen Kollegen Masahiro Yanagida auf der Außenposition gleich. Auch zentral läuft es immer besser: Magloire Mayaula und Yannick Goralik punkteten in der Mitte und am Ende waren auch erfolgreiche Blocks zu verbuchen.

Wobei der Block stark ausbaufähig bleibt. Eine Aufgabe, die Mittelblocker David Pettersson am Wochenende in Angriff nehmen möchte. Für ihn ist es eine besondere Situation, denn im Sommer wurde er noch von Schwedens Nationaltrainer Isacsson gecoacht. Ihn am Samstag wiederzusehen, darauf freut sich Pettersson, aber auch, im Block zuzugreifen und über die Mitte zu punkten.

Das "schwedisch-schwedische Derby" ist für die Bisons eine offene Partie, keiner hat die Punkte für Bühl fest eingeplant. Das ist auch besser so, findet Faupel: "Wir haben vier gute Spiele abgeliefert. Aber wir sind lange nicht so weit, dass wir einen Höhenflug kriegen. Ich mag es, dass das Team einen Schritt nach dem anderen macht und sich kontinuierlich entwickelt. Spiele wie gegen die Bergische Volleys sind keine Selbstläufer. Wie in Rottenburg müssen wir uns die Sicherheit im ersten Satz erarbeiten, dann ist alles möglich."

Mit dem Bühler Publikum im Rücken sollte es eine machbare Aufgabe sein. "Wir freuen uns auf die Zuschauer. Die Atmosphäre in Bühl, das hat mich schon sehr beeindruckt." hofft Athletiktrainer Alexis Claudio Gomila wieder auf den "7.Spieler" hinter dem Team. Und plaudert aus dem Nähkästchen: "Die Jungs sind gut in Form und fit. Wir arbeiten daran, dass es weiterhin so bleibt. Gegen Solingen erwarte ich ein gutes Spiel. Zusammen, als ein Team, sind wir stark!"

Tickets für das Spiel am Samstag gibt es online bei www.ticketmaster.de, im Bürgerhaus Neuer Markt in Bühl (Öffnungszeiten siehe http://www.buergerhaus-buehl.de/de/) und an der Abendkasse ab 18:30 Uhr.

Iurii Kruzhkov und Masahiro Yanagida wollen wie in Rottenburg punkten und mit den Bisons gewinnen Bildrechte: Lucas Martin Photography

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