Bisons starten in Düren in den Dezember

01.12.2017

Die Freude über vier Siege im November ist schon wieder abgeklungen und die Bisons bereiten sich auf einen dicken Brocken vor. Düren ist zu Hause noch ungeschlagen, das möchte Bühl am Sonntag ändern.

Gegen Berlin 3:0, Frankfurt 3:1 und die Netzhoppers 3:0: Die Heimspielbilanz der Dürener Mannschaft um Trainer Stefan Falter ist quasi blitzblank. Also allen Grund für die Bisons, locker aufzuspielen. Konzentriert, aber druckfrei will man das Spiel angehen, dennoch möchte man auch etwas Verwertbares mit nach Hause nehmen.

"Düren hat uns die Favoritenrolle zugeschoben, aber das ist wie so oft reine Strategie." relativiert Bisons-Geschäftsführer Manohar Faupel die Verhältnisse. Und gibt mit einem Augenzwinkern den schwarzen Peter wieder in den Westen Deutschlands zurück: "Natürlich sind wir zufrieden, was unser junges Team in den letzten fünf Wochen aufs Parkett gelegt hat. Aber im Ernst: da die Dürener Berlin und Frankfurt zu Hause besiegt haben, müssen sie mit der Bürde der Favoritenrolle leben."

Dass das Bisons-Team trotzdem optimistisch ist, ist für Headcoach Ruben Wolochin kein Widerspruch: "Düren spielt sehr gut und sicher wird es ein schweres Spiel. Aber wir haben uns in den letzten Wochen weiterentwickelt und haben einige Eisen im Feuer." Konkret bezieht sich der Argentinier dabei auf seine flexible Phalanx: Mit Balster und Yanagida auf Außen, Mayaula und Pettersson in der Mitte und mit Kruzhkov auf Diagonal wurde das Spiel in den letzten Wochen immer variantenreicher gestaltet. Zuspieler Schmidgall wusste die verschiedenen Optionen durchaus geschickt zu nutzen. Ihm steht sein Kollege Dmytriiev zur Seite: Der Ukrainer trainiert nun wieder voll mit und wurde auch im letzten Spiel gegen die Netzhoppers erfolgreich eingewechselt.

Dennoch, es braucht einen guten Tag und vor allem eine gute Annahme, um Düren in den Griff zu kriegen. Libero Tomas Ruiz und seine Teamkollegen links und rechts sollen diese Grundlage legen. Ruiz ist optimistisch: "Wir haben bisher gut gespielt, sind aber noch lange nicht am Limit. Wir werden jetzt gegen die harten Brocken der Liga deutlich mehr Präsenz und Siegeswillen zeigen müssen, dann sehe ich uns in einer guten Position."

Auswärts in Düren, Herrsching doppelt in Bühl in der Hauptrunde und dann im Pokal-Halbfinale, Berlins Besuch in der Zwetschgenstadt zwischen Weihnachten und Neujahr. Es gibt genügend zu tun und ein hartes Programm muss in den nächsten vier Wochen erfolgreich gemeistert werden.
"Wir stehen nicht mehr im Keller der Tabelle, aber die Abstände sind eng und die Liga ist dicht beieinander. Wir müssen uns jetzt weiter nach vorne orientieren und die Chancen nutzen, ins Mittelfeld der Tabelle zu gelangen." ist die Einschätzung von Cotrainer Leonardo Castellaneta.

Mit dem Spiel in Düren könnte der Dezember folglich gut starten. Die Winterreifen sind auf dem Mannschaftsbus aufgezogen und auch auf dem Parkett wollen die Bisons Vollgas geben, ohne auszurutschen.

Dirigent der Bühler Annahme und Abwehr: Libero Tomas Ruiz möchte in Düren mit den Bisons siegen. Bildrechte: Itaru Chiba

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