Bisons erwarten Kängurus zum Pokalspiel

24.11.2017

Netzhoppers, waren die nicht schon da? Doch, aber nach dem 3:0 Sieg vor vier Wochen wollen die Bisons im Pokal-Viertelfinale noch eins drauflegen und wieder gegen die Kängurus gewinnen.

Es geht in die nächste Runde des DVV-Pokals und Mannheim rückt einen Schritt näher. Wenn es nach den Bisons geht, dann erleben die Fans am Samstag ein positives Déjà-vu der ersten Netzhoppers-Begegnung. Ende Oktober gewannen die Bisons mit 3:0 gegen die Berliner Mannschaft um Kapitän Björn Andrae, aber es heißt wach zu bleiben, denn Überheblichkeit wäre fehl am Platze.

Rückblick: Vier Spiele haben die Bisons im November schon hinter sich gebracht. In Friedrichshafen hatte man sich trotz des 0:3 sehr gut präsentiert. Und aus dem Spiel eine Rampe für die drei Siege gegen Giesen (Pokal), Rottenburg und Solingen aufgebaut. An Selbstbewusstsein sollte es den Bühlern nicht mangeln, mahnende Hinweise gibt es trotzdem.

„Die Netzhoppers starten psychologisch interessant ins Match. Sie haben am Samstag zu Hause gegen Herrsching verloren und das kann für uns gut oder schlecht sein. Natürlich wirkt sich das negativ auf ihre Tabellenposition aus. Im Pokal gelten andere Regeln und ich wäre überrascht, wenn sie nicht alles dransetzen, das Spiel zu gewinnen.“ ist die Einschätzung von Headcoach Ruben Wolochin.

Das Team ist optimistisch und sieht das Spiel offen, aber mit einem besseren Ende für die Bisons. Zuspieler Mario Schmidgall: „Es wird nicht einfach, aber wir haben die Netzhoppers schon einmal besiegt. Dennoch: es ist ein Spiel, wo alles möglich ist. Es gibt kein Pardon und wir werden alles geben.“ Sein Mittelblocker-Kollege Yannick Goralik meint mit Blick auf das etwas zähe Spiel vergangene Woche: „Das Spiel wurde zu einem heißeren Tanz als erwartet, das haben alle Spieler verinnerlicht. Dennoch muss man auch für solche dreckigen Arbeiten belohnt werden. Am kommenden Wochenende wird es eventuell auch nicht anders, aber nur das Ergebnis zählt.“
Und Außenangreifer Masahiro Yanagida will wieder mit seinem Teamkollegen punkten: „Wir wollen gewinnen! Wir haben es schon mal geschafft, daher wollen wir es einfach wiederholen.“

„Einfach“, das ist auch das Zauberwort für Manohar Faupel. „Wir müssen uns einfach auf unsere Stärken besinnen und davon gibt es genug. Mit einer guten Annahme um Libero Tomas Ruiz hat Mario alle Optionen im Zuspiel und kann seine Angreifer bedienen. Das macht uns stark, dass wir über Außen, Diagonal und die Mitte variabel spielen. Und wenn wir im Aufschlag Druck machen, dann haben wir realistische Chancen, die Kängurus an großen Sprüngen zu hindern.“
Um selber den Sprung ins Halbfinale des Pokals zu machen, trainieren die Bisons intensiv seit Montag. Und natürlich wird der Gegner per Videoanalyse und Scouting eingehend unter die Lupe genommen.

Was es dann noch braucht? Auch hier ist die Antwort von Faupel einfach: „Zuschauer. Es ist nicht optimal, dass wir direkt hintereinander zu Hause spielen. Aber wir denken, dass die Pokalrunde Fans in die Halle zieht und wir brauchen diese Bühler Hexenkessel-Atmosphäre.“ Gerade für die junge Mannschaft sei es letzte Woche sehr wichtig gewesen, dass das Publikum als 7.Mann hinter ihnen gestanden habe. Das Lob des Heimpublikums ist nicht ohne Hintergedanken, denn Faupel hofft auf den Nachbrenner-Effekt: „Vor einem solchen Publikum zu spielen, das setzt bei den Spielern zusätzliche Energie frei und das können wir sicher gut gebrauchen.“

Tickets für das Spiel am Samstag gibt es online bei www.ticketmaster.de, im Bürgerhaus Neuer Markt in Bühl (Öffnungszeiten siehe http://www.buergerhaus-buehl.de/de/) und an der Abendkasse ab 18:30 Uhr.

Über die Mitte will Pettersson wieder punkten und Schmidgall möchte alle seine Angreifer einsetzen Bildrechte: Lucas Martin Photography

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